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reonarudo
Benutzername: reonarudo
Nummer des Beitrags: 10 Registriert: 06-2005

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| Veröffentlicht am Freitag, 07. April 2006 - 20:07 Uhr: |
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Hi ihr .. ich beschäftige mich gerade mit einer Frage .. und dachte - Hey - die Nobra-Crew..und damit sind alle hier registrierten User gemeint .. ...könnte mir ein paar Impulse zur Lösung dieser Frage liefern.. Was für Ursachen hat es .. wenn ein Mensch ..eher dominant .. oder ..eher devot ist.. ? Habt ihr euch damit mal auseinandergesetzt ..dann würd ich gerne eure Erfahrungen und Meinungen zu hören ..vielen Dank schonmal für eure Mühen MfG Leo |
   
jacky
Benutzername: jacky
Nummer des Beitrags: 10 Registriert: 02-2007
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| Veröffentlicht am Donnerstag, 15. März 2007 - 17:17 Uhr: |
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Dafür gibt es verschiedene Gründe. Aber zwei große Gruppen gibt es. Kindheitliche Prägung: Oft haben Personen die lange sehr an Mangel von Liebe gelitten haben, ehr einen Hang zum Devoten. Da sie gerne beschützt (ja) und geborgen sein wollen. Normale Lust an Unterwerfung oder Dominanz: Sehr,sehr viel Sm`ler switchen zwischen DOM und SUB weil ihnen beides eben Spaß macht. |
   
La_bandera
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| Veröffentlicht am Dienstag, 20. März 2007 - 21:33 Uhr: |
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ich bins selbst Sadomasochistin und ich kann nur sagen: Die Ursachen sind unbekannt, man weiß nichtmal ob es nicht sogar genetisch bedingt sein kann! Und verallegemeinern kann man da schon gar nicht. ich kenne dominante die im alltag selbstbewusst und selbstsicher sind, genauso wie solche die im leben nichts auf die reihe kriegen. Und bei submissiven genauso. Bestimmte Schlüsselerfajrungen die also zu devoter oder dominanter (oder switch) neigung führen gibt es nicht. das ist bei jedem individuell. Jedenfalls ist es nicht was therapierbar wäre oder etwas dass man therapieren sollte, sondern wunderschön. Lg Tanja |
   
erobottlekai
Benutzername: erobottlekai
Nummer des Beitrags: 82 Registriert: 05-2003

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| Veröffentlicht am Mittwoch, 21. März 2007 - 21:50 Uhr: |
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Moin Moin, ich bin recht spät auf meine dominant-sadistische Ader gestossen und ich hatte keine Probleme in der Kindheit ;-) Insofern möchte ich Jackys erstem Teil seines Postings widersprechen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Mir wäre eine solche devote Partnerin / devoter Partner suspekt, die / der einen Mangel an Liebe aus der Kindheit oder sogar schlimmere Erlebnisse wie Missbrauch etc. mit SM kompensiert. Ich halte solche Menschen sogar für latent gefährdet, entweder an die/den Falsche/n zu geraten oder in einer Session plötzlich abzustürzen (Zeitbombe). Meiner Meinung nach sollte man für verantwortungsbewusstem SM gesund an Seele und Psyche sein und zwar auf beiden Seiten (Top/Bottom). Wer Defizite oder schlimme Erlebnisse hatte, sollte ggf. professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, aber sich nicht in SM flüchten oder das als Therapieersatz benutzen wollen. Man könnte ja ebenso behaupten, dominante Menschen wären in ihrer Kindheit immer unterdrückt worden oder werden es im Alltag sogar immer noch und wollen nun mal so richtig die Sau rauslassen... Auch das ist nicht wahr, im einfachsten Fall sind Menschen, die sich so verhalten die, die nach oben kratzen und nach unten treten und damit nichts weiter als A****löcher aber keinesfalls verantwortungsbewusste SMler. SM ist nichts, was es zu therapieren gälte, das sieht man schon daran, dass es im ICD10 keinen "Krankheitsschlüssel" dafür gibt ;-) Die Verquickung von SM und Therapie rührt IMHO immer noch daher, dass SMler im "Volksmund" einfach unnormal, ja sogar pervers gescholten werden... Dabei kenne ich genug SM-Beziehungen/Partnerschaften (in einer davon lebe ich *g), die liebevoller, kommunikativer und lebendiger sind, als so manche Stino-Ehe... Im übrigen schliessen sich Kuschelsex und SM nicht aus ;-) Ich widerspreche auch der zweiten Aussage von Jacky, dass "sehr sehr viel Sm`ler switchen". Es switchen _einige_ aber ich halte sie nicht für die Mehrheit, wie "sehr sehr viel" interpretiert werden könnte. Meiner Meinung nach gibt es nicht DIE Ursache dafür, ob man dominant sadistisch devot masochistisch ist. Ich habe hier bewusst kein Komma, kein "und" und kein "oder" eingesetzt, denn es gibt im Prinzip alle möglichen Kombinationen, auch die, die sich auf den ersten Blick auszuschliessen scheinen. Der/die eine entdeckt halt früher oder auch später, dass er/sie diese Neigung hat, jemand anderer entdeckt es nicht (was auch nicht schlimm ist)... Ein Schlüssel für mich ist die Ehrlichkeit mit sich selbst, sprich in sich hineinhören zu können, in sich etwas (u.U. Neues) entdecken zu können, das zulassen zu können und dann den Mut aufzubringen, es auszuprobieren und dann eine Entscheidung dafür oder dagegen zu treffen... anders gesagt, man sollte sich sich mit dem wohlfühlen, was man bei welchem sexuellen Reiz auch immer, empfindet. Fühle ich mich nicht wohl bei dem was ich tue, dann lasse ich es, egal ob es gerade modern/in/hipp ist oder nicht. @Tanja: Deinem Statement kann ich nur uneingeschränkt zustimmen! Als Lektüre empfehle ich Interessierten die Seiten von Helene: http://www.bdsm.at/helene hier insbesondere die "Psychokiste", ich finde die ganze Seite einfach klasse. Ein tolles Buch (leider im Handel nicht mehr und bei Amazon nur noch selten gebraucht zu bekommen) ist für mich "Sinnliche Magie" von Pat Califa. Viele Grüße Kai
http://www.erosoft.de
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Anonym
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| Veröffentlicht am Donnerstag, 22. März 2007 - 12:01 Uhr: |
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Jein... http://de.wikipedia.org/wiki/Masochismus weist daraufhin, das Masochismus durchaus im ICD 10 erwähnt ist und auch eine Störung der Sexualpräferenz sein KANN. Gleiches gilt auch für den Sadismus. Wie immer eine Frage der Ausprägung. |
   
jacky
Benutzername: jacky
Nummer des Beitrags: 11 Registriert: 02-2007
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| Veröffentlicht am Donnerstag, 22. März 2007 - 18:45 Uhr: |
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@ erobottelekai: Ich verstehe was du damit Aussagen willst. Auch respektiere ich deine Einstellung. Jedoch finde ich es schon ziemlich hart von dir, mich als latente Zeitbombe darzustellen. Ich kann nur von mir berichten und dass habe ich im ersten Post getan. Obwohl ich wusste das sich hier einige Hardcore Lifstyle SM`ler darüber brüskieren werden. Ich hatte weiß Gott keine tolle Kindheit und sicherlich habe ich dadurch viele Narben davongetragen. Jedoch finde ich es als unfair, mich oder andere Personen als labil zu bezeichnen, weil wir vielleicht nicht so viel Glück hatten. Wenn ich auf meine Kindheit zurückblicke, dann weiss ich heute, dass ich dadurch nur stärker geworden bin und heute fast der Mann bin, von dem ich immer geträumt habe zu sein. Mich kann niemand mehr ernsthaft verletzen den alles wo mit man einem Menschen weh tun kann, hab ich schon mal erlebt. Wie könnte es also beim SM geschehen? Für mich ist SM keine Lebenseinstellung wie vielleicht für dich oder La_Bandera. Ich hab lediglich einen Febel für Erotic und alles was Spaß macht. Selten gehört auch SM zu den vielen Praktiken die sich in meinem Peto befinden. Im übrigen switch ich selbst sehr gerne, da mir beide Rollen etwas bringen. Nämlich in erster Linie den Spaß! In zweiter Linie denke ich immer in beiden Rollen daran, das ich es geschafft habe und meine Kindheit mich heute nicht mehr im Griff hat. Das ist es, was mich dann vollkommen glücklich macht. Ich kann SM geniessen vor dem Hintergrund meiner Kindheit, ohne das meine Kindheit der Grund für SM ist ;-) Jacky |
   
La_bandera
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| Veröffentlicht am Donnerstag, 22. März 2007 - 23:22 Uhr: |
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Was, SM als lebenseinstellung? oO Nö, ich bekomme nur keinen orgasmus beim sex wenn ich nicht dominiert werde aber das wars auch schon. ; ) Bin überzeugte Feministin. (Und glaube selber dass meine neigung mit meinen Kindheitserfahrungen zu tun haben könnte ;) ) |
   
erobottlekai
Benutzername: erobottlekai
Nummer des Beitrags: 83 Registriert: 05-2003

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| Veröffentlicht am Samstag, 24. März 2007 - 11:23 Uhr: |
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Moin Moin, @Jacky: Zuerst mal, ich wollte Dich mit Sicherheit nicht persönlich angreifen und dass Du von Dir selbst berichtet hast, kann man Deinem Posting (15.03.07 17:17) nun wirklich nicht entnehmen. Du hast darin ziemlich allgemeingültig formulierte Aussagen getroffen und nur denen habe ich widersprochen. Ich entnehme Deinem Folgeposting, dass Du Dich mit Deiner Vergangenheit beschäftigt hast im Sinne von Aufarbeitung und Du daraus neue Stärke gezogen hast. DU bist Dir bewusst, was passiert ist, doch wieviele Menschen sind es nicht? DIESE Menschen meinte ich, nicht Dich, der das Ganze offenbar verarbeitet hat. Auch für mich ist SM keine Lebenseinstellung und ich würde mich auch nicht als Hardcore-SMler bezeichnen. Es soll Spass machen, so was wie 24/7 zum Beispiel wäre mir viel zu anstrengend. Ebenso liegt mir missionarischer Eifer fern ;-) @Anonym: Ja, Masochsimus und Sadismus _können_ Krankheiten sein. Im Kontext mit dem, was gemeinhin als BDSM definiert wird, insbesondere der Einvernehmlichkeit der Handlungen, trifft das IMHO aber nicht zu. Du hast Recht, es ist sicher eine Frage der Ausprägung, ich hätte schreiben sollen, SM ist ZUNÄCHST nichts, was zu therapieren wäre, ausser es nimmt krankhafte Züge an ;-) Viele Grüße Kai http://www.erosoft.de
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